Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Andreas Hofer : 1. Band (1859)
Entstehung
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hig, ich will Tyrol, ich will den Erzherzog retten, indem ich dieſe Revolution verhindere, von der ich über⸗ zeugt bin, daß ſie keinen Erfolg haben wird, daß ſie Tyrol nicht frei macht, den Erzherzog aber ins Ver⸗ derben ſtürzen wird. Ich liebe den Erzherzog und ich will ihn erretten..

Du lügſt! ſchrie ſie entſetzt. Ich leſe es auf Deiner Stirn, Du lügſt! Du willſt Johann verrathen, wie Du meine Mutter verrathen haſt. Oh, Gott, Gott, es iſt alſo dennoch wahr, mein Vater iſt ein Ver⸗ räther!

Nun ja denn, rief er ingrimmig, ja, er iſt ein Verräther! Er hat Deinen herrlichen Liebhaber, den empfindſamen Tugendhelden Johann verrathen, er will ſeine Papiere dem Kaiſer übergeben. Still, winſele nicht, und ſchreie nicht, Du ſollſt die Wahrheit wiſſen! Ja, ich bin ein Verräther, und ich habe die Geheim⸗ niſſe des Erzherzogs Johann verkauft an ſeine Feinde.

Wehe über Dich, daß Du das ſagen kannſt, wehe über mich, daß ich es hören muß, ſchrie ſie, verzweiflungs⸗ voll die Hände ringend.

Ich habe ihn verkauft, fuhr Roſchmann düſter fort. Die Noth zwang mich dazu. Du weißt, wie damals in Traiskirchen meine Gläubiger über mich