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drungen, nein, diesmal täuſcht ihn kein Traum, er hat es ganz deutlich gehört, er richtet ſich auf und lauſcht, das Ohr an die Thür gelegt. Nun hört er das Klagen und Seufzen, die einzelnen halblauten Aus— rufungen der Qual, des Kummers und Bedauerns, die halb unterdrückten Verwünſchungen, die wehmüthigen Klagen.
Nein, der Kaiſer ſchläft nicht! Der Kaiſer wacht, und ringt mit ſeiner Qual!
Rouſtan wagt es nicht länger, zu lauſchen, er kriecht wieder zur Erde nieder, hüllt ſein Haupt tief in ſeinen Pelz, um nichts zu hören, und ſchläft wieder ein, um erſt in der Frühe des Morgens zu erwachen. Denn in der Frühe des Morgens, ſchon um ſechs Uhr, hat der Kaiſer befohlen, ihn zu wecken, und zu dieſer Stunde hat er den Platzcommandanten der Feſtung Herrn Heſſelat, und den Commandanten der Artillerie Herrn Périola, zu ſich befohlen, und ihnen geboten, den Plan der Feſtung Kowno mitzubringen.
Rouſtan begiebt ſich alſo in das Schlafgemach, den Kaiſer zu wecken. Aber Napoleon ſchläft nicht mehr, er ſitzt aufrecht in ſeinem Bett, und empfängt Rouſtan mit einem heitern Morgengruß, und nennt ihn einen Langſchläfer und Bärenhäuter, und erzählt


