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und eine Regſamkeit herrſchten, die an die beſten Zeiten von früher erinnerte. Mit der Thätigkeit kamen aber auch der alte Muth und die alte Freudigkeit zurück. Man fühlte ſich tauſend Mal wohler, als bei jenem unſeligen Hangen und Bangen unter Kitzerts Herrſchaft, wo man einen Tag nach den andern in Müſſiggang und Trunkenheit verlebt hatte, wo aber auch nie die Gewiſſensbiſſe geſchwiegen hatten.
Den auf dieſe Weiſe Voranſtrebenden wurde nun von allen Seiten, vom Landrath, vom Diehls⸗Vetter und dem Lilien⸗Schuſter unter die Arme gegriffen. Es kam bald denn auch Alles wieder in guten Fortgang, die Wieſen und Aecker leerten ſich von Sand und Geröll und in den Ställen brüllte manches Stück Vieh.
Das Wirthshaus ſtand vereinſamt. Dagegen war Sonntags die Kirche ſchwarz voll. Ein noch nie dage⸗ weſener Geiſt der Demuth, der Dankbarkeit und der Got⸗ tesfurcht war in das Dorf eingezogen.
„Nicht ſo glatt ging es mit der Lehmann'ſchen Fabrik, trotzdem das von Kitzert geſtohlene Geld zurückkam. Wenn ſich der Lilien⸗Schuſter nicht vor den Riß geſtellt hätte, wie er verſprochen hatte, wäre ein Banquerott erfolgt. Aber durch ſeine Vermittlung wurden alle Schulden gedeckt und die Actien zu zwei Dritteln des Werthes, natürlich ohne Zinſen, eingelöſt.
Der Lilien⸗Schuſter wurde aber ſo wirklicher Theilhaber des Geſchäftes. Von ſeinen Häuſern in der Stadt ver⸗


