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Der Wolkenbruch in der Wiegenau : eine Geschichte aus unserer Zeit : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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zurückgeben. O wenn das deine Mutter erlebt hätte, die durch den Stolz und die Hartherzigkeit der Wiegenauer ſo früh um das Leben gekommen iſt! Aber wir wollen feurige Kohlen auf deren Haupt ſammeln. Behalte lieb deinen treuen Onkel.

Die kalte Strenge im Geſicht des Diehls⸗Vetter ver⸗ wandelte ſich in tiefe Rührung. Er wollte dem Lilien⸗ Schuſter die Hand der Verſöhnung reichen, aber dieſer ſagte:Halt, das iſt noch nicht Alles, was ich thun will. Ich will auch dieſem armen Jungen drinnen in der Kammer ſeine Gewiſſensſchuld, die er den Wiegenauern gegenüber hat, wegzunehmen ſuchen und will damit zugleich ſchaffen, daß der Schaden, den Wiegenau durch den Actienſchwindel erhalten hat, nicht allzu groß werde.

Das willſt du thun Karl?(ſo hieß der Lilien⸗Schuſter mit dem Vornamen), rief der Diehls⸗Vetter begeiſtert, während Thränen über ſeine Wange rannen.

Ja, das will ich thun, ſagte der Lilien⸗Schuſter. Das ſoll meine Rache an Wiegenau ſein..

Der Diehls⸗Vetter riß ſeinen Freund ſtürmiſch an ſeine Bruſt. Und ſo lagen die beiden Greiſe ein paar Minuten in den Armen und weinten Thränen der Rührung.

Nun iſt es gut, ſagte zuerſt der Lilien⸗Schuſter.Jetzt haben wir genuggeflennt. Jetzt laßt uns noch Eins trinken. Siehſt du, das ſollte Alles viel feierlicher ins