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Es iſt auch keine, daß du fortläufſt. Noch in dieſer Minute will ich dir zeigen, daß du keine Urſache haſt und daß du Nichts biſt als ein aufbrauſender, eigenſinniger Wiegenauer Dickkopf. Setze dich nur ruhig hin.“
Aber der Diehls⸗Vetter ſetzte ſich nicht. Er hielt den Hut in der Hand. In ſeinem Geſichte lag eine harte, feſte
Entſchloſſenheit.
Der Lilien⸗Schuſter war während deſſen an ſeinen Schreib⸗ pult gegangen und hatte aus einem verſchloſſenen Käſtchen ein verſiegeltes Paquet herausgenommen und es darauf dem Diehls⸗Vetter auf den Tiſch hingeworfen und geſagt: „Da lies! Nimm zuerſt die Aufſchrift und hernach kannſt du auch die Siegel löſen und den Inhalt prüfen.“
Auf dem Paquet ſtand:„Meiner lieben Marie Diehl geb. Debusmann in Wiegenau zum Geſchenk von ihrem Schuſter⸗Onkel in der Stadt.“
Die Aufſchrift des Paquets war an des Diehls⸗Vetters Schwiegertochter gerichtet. Der Lilien⸗Schuſter hatte daſſelbe, wenn er das nächſte Mal nach Wiegenau kommen würde, in dieſer Geſtalt ſeiner lieben Marie übergeben wollen.
Als der Diehls⸗Vetter den Umſchlag abriß, kamen ſämmtliche Kaufbriefe der Wiegenauer Aecker zum Vorſchein. Oben darauf lag ein Zettel, darin ſtand:
Liebes Mariechen!
Das Geſchenk iſt nicht ſo groß wie du glaubſt. Du ſollſt alle dieſe Aecker, die ich zu dreißig Thaler den Morgen eingekauft habe, wieder für zwanzig Thaler den Morgen


