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Aecker der Wiegenau noch ein paar Procent billiger. Ueber das ganze Dorf kommt der Banquerott. Herr Kitzert iſt mit der ganzen Fabrik⸗Kaſſe durchgebrannt.“
Den Worten des Commiſſionärs folgte eine bedenkliche Stille im Zimmer. Der Lilien⸗Schuſter ſaß da ein Bild der Verlegenheit. In dem Diehls⸗Vetter kämpfte ein furcht⸗ barer Zorn.
Er ſprang in die Höhe, ſein Auge blitzte und ſein Geſicht glühete. Aber auch der Lilien⸗Schuſter war auf⸗ geſprungen. Und ſo ſchauten ſie ſich ſtarr in die Augen, als wollte Jeder die Stärke ſeines Gegners meſſen.
„So biſt du der große Herr, der in Wiegenau die Aecker gekauft hat?“ fragte der Diehls⸗Vetter in einem entſetzlich höhniſchen Tone.„Ja wohl,“ ſagte der Lilien⸗ Schuſter und keine Wimper ſeines Auges zuckte.„Dann komm, Eduard, rief der Diehls⸗Vetter nach der Kammer hin, wir verlaſſen in dieſem Augenblicke das Haus. Ich habe geglaubt, armer Junge, dich zu meinem Freunde und Chrenmann zu bringen, ich habe dich zu meinem ſchlimmſten Feind und zu einem rachgierigen Raubthiere gebracht.“
Der Diehls⸗Vetter griff nach ſeinen Hut und ging nach
dem Nebenzimmer, um ſeinen Enkel zu wecken. Aber der Lilien⸗Schuſter, der dem verblüfften Commiſſionär kurz und zornig bedeutet hatte, er könne ſich entfernen, hielt ſeinen heftig erregten Freund am Arme feſt.
„Laß den armen Jungen ſchlafen!“ ſagte er, jetzt ſelbſt heftig werdend.„Es iſt keine Urſache, daß du ihn weckſt.“


