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leben zu retten— darunter eine Mutter, die ihr erſt vor Stunden geborenes Kind im Arme hielt, und einen Jungen, der, während er die Sprüche auf den andern Tag in die Schule lernte, von dem durch die Wand brechenden Waſſer in der Art fortgeführt wurde, daß er auf der Bank, worauf er ſaß, ſitzen blieb und in ſeiner furchtbaren Herzensangſt immerfort an ſeinen Sprüchen weiter lernte.
Später wollten Einige über den Jungen witzeln und ſpötteln. Denn es hatte ſich mit der Zeit eine Menge Menſchen an der Lenzelei verſammelt, die das daher⸗ ſchwimmende Vieh und angeſchwemmte Geräthſchaften und Holz aus dem Waſſer zu ziehen ſuchten. Der alte Diehls⸗ Vetter aber ſagte:„Wenn nur Jeder, wie dieſer Junge in den Wellen an den Bibelſprüchen feſthielt, ſo an Gottes Wort und Gottes Willen ſich anklammerte, wenn die Trübſalsfluthen über ihn kommen!“
III.
„Strenge Herrn regieren nicht lange.“ So ſchnell und übermächtig die Waſſerfluth gekommen war, ſo raſch hatte ſie ſich in dem flachen Lande, das an das Wiegenauer Thal grenzte, verlaufen. Die Waſſer waren fort aber die angerichtete Zerſtörung blieb; und jetzt ging der eigent⸗ liche Jammer erſt los, denn jetzt erſt vermochte man den


