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in die Obſt⸗ und Gemüſegärten des Dorfes eingetreten und nahete, ſämmtliche reichbeladene Obſtbäume zerknickend wie man Reiſig zerbricht, dem Orte ſelbſt und zwar zunächſt einigen weißen langen im Fabrikſtil gebauten Häuſern am Anfang des Dorfes. Die Leute ſtarrten noch immer in die gleich einem Meere wogenden Waſſer und merkten dadurch nicht einen Reiter, der auf ſchweiß⸗ bedecktem Roß hinter ihnen die Landſtraße durch den Wald und längs des Ackers hergeſprengt kam. Es war ein blutjunger Menſch, feingekleidet, aber völlig durchnäßt. Er ſtellte eilig eine Frage an den Diehls⸗Vetter, mit dem er bekannt zu ſein ſchien, die etwa lautete:„Ob der Blitz nicht eingeſchlagen hätte.“ Als er aber die Waſſergefahr der Fabrikgebäude ſah, wartete er nicht Antwort ab, ſondern ſein Pferd anſpornend lenkte er von der Straße weg, um durch den Wieſengrund des Thales auf kürzerem Wege dieſe Häuſer zu erreichen.
„Eduard, Eduard!“ rief der Diehls⸗Vetter dem wie unſinnig dahinjagenden Reiter nach.„Biſt du denn ver⸗ rückt geworden?“
Allein der Warnungsruf des Alten wurde nicht gehört.
„Sein Herz hängt an der neuen Einrichtung, die er in ſeiner Fabrik getroffen hat, und den koſtſpieligen Maſchinen, die er aufgeſtellt hat,“ ſagte er, das tolle Benehmen des jungen Menſchen gleichſam entſchuldigend.
„Aber kommet Leute, eilt Euch! Es gilt zu retten. Mit dem Burſchen geſchieht ein Unglück, ſo wahr Gott lebt.“
Schupp, der Wolkenbruch in der Wiegenau. 2


