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Der Wolkenbruch in der Wiegenau : eine Geschichte aus unserer Zeit : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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nicht ſchutzlos den Zufälligkeiten eines ſo grimmen Unge⸗ witters überlaſſen, wie eines am Himmel hing.

Der Bauer iſt zäh darin und läßt lieber ein grauſiges Unwetter auf ſich einſtürmen, als daß er einen Grashalm verloren gehen läßt, den er retten könnte.

So wurden ſie noch auf dem Acker nicht blos von dem Regenſturz, ſondern auch vom Hagel überraſcht. Jetzt hätten ſie ſich gern geflüchtet, aber der Hagel ſchlug ihnen die Köpfe blutig und es blieb ihnen Nichts übrig, als unter ihren Garbenhäuſern Schutz zu ſuchen, ſo gefährlich dieſes Manöver auch bei einem Gewitter ſein mochte, da der Blitz dort gern einſchlägt. Indeſſen that er ihnen diesmal Nichts. Er begnügte ſich damit, daß er Einen dieſer ſoge⸗ nanntenHaufen bereits verbrannt hatte.

Dieſe Garbenhäuſer, die aus Nichts als aus fünf gegeneinander geſtellten Garben und einer Garbe als Hut darüber beſtanden, gewährten indeſſen nur wenig Schutz und mochten nicht der bequemſte Aufenthaltsort ſein. So⸗ bald darum der Hagel nur wenig nachließ, krochen ſämmt⸗ liche Flüchtlinge aus ihren Hütten hervor. Um den Regen, und wenn er noch ſo ſtark war, bekümmerten ſie ſich nicht.

Laut klagend und jammernd betrachteten ſie dagegen die gräßliche Zerſtörung des Erndteſegens weit und breit, der noch vor wenigen Minuten das Auge erfreut, das Herz erquickt hatte. Sie zeigten ſich untereinander die mäch⸗ tigen Eisſtücke, die wie geſäet und zum Theil noch nicht