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Der Wolkenbruch in der Wiegenau : eine Geschichte aus unserer Zeit : der Jugend und dem Volke erzählt / von Ottokar Schupp
Entstehung
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Bei dieſen Worten horchte er auf ein übermüthiges Johlen und Singen, das im nahen Walde laut wurde. Durch den Wald her, den Berg herab zog ſich die Land⸗ ſtraße dicht an ſeinem Acker vorbei dem Thale zu.

Ein Taglöhner, der eben Waſſer getrunken hatte, ſchritt neugierig bis an den Rand des Ackers vor, um auf der dort weithin ſichtbaren Straße nach den luſtigen Sängern auszuſchauen. Nachdem er, um beſſer zu ſehen, mit der Hand die Augen überſchattet hatte, rief er nach dem Rain hinüber:Diehls⸗Vetter, Diehls⸗Vetter! Da kommt ja EuerKleiner her und hat noch zwei luſtige Brüder bei ſich.

Der Diehls⸗Vetter ſprang überraſcht auf. Aber ſeine Ueberraſchung über die unvermuthete Ankunft ſeines jüngſten Sohnes war keine freudige zu nennen, ſondern eher eine höchſt unangenehme. Denn ſeine Mienen drückten Unmuth und Beſorgniß aus, während er in den Bart brummte: Was wird denn jetzt wieder der Bengel angeſtellt haben? Glatt iſt es nicht glatt iſt es nicht. Das weiß ich ſchon.

So ſchnell der Diehls⸗Vetter aufgeſprungen war, ſo langſam und bedächtig ſchritt er nach der Ecke hin, wo die Straße aus dem Walde hervorkam, während ſämmtliche Arbeiter in ihrer Arbeit aufhörten und voll Neugierde ſpannten, was es da unten geben würde.

Faſt gleichzeitig mit dem Diehls⸗Vetter kamen auch die ſchon angekündigtenluſtigen Brüder an der Waldecke an. Des Diehls⸗Vetters Kleiner ging in der Mitte. Er