lich aus den umgebenden Gärten und Obſtbäumen hervor⸗ glänzte, war dann das Kindlein in der Wiege.
Der„Diehls⸗Vetter“ beobachtete auf ſeinem duftigen Thymian⸗Seſſel ſitzend, wo er die ganze reizende Gegend überſchauen konnte, kopfſchüttelnd das Wetter. Es wollte ihm daſſelbe gar nicht gefallen.
Eine Todtenſtille herrſchte in der Natur. Höchſtens daß noch hier und da auf dem Rain eine Feldgrille ſchläfrig ihr zirpendes Liedchen ſang und eine Honig naſchende Hum⸗ mel den Paß dazu brummte. Der Wald ſchwieg und das Feld ſchwieg. Kein Grashalm nickte und kein Baumblatt läutete hin und her. Dagegen war die Luft ſchwer und heiß bis zum Sengen und Brennen.
Auch die Arbeiter ſpürten den Druck der Schwüle.
Die Scherze und neckenden Zurufe verſtummten. Man
warf ärgerlich die noch entbehrlichen Kleidungsſtücke hinweg und wiſchte den in Strömen rinnenden Schweiß vom Ge⸗ ſichte. Der große, ſteinerne Waſſerkrug, der voll mit Eſſig gemiſchten Waſſers in einer Erdgrube ſtand, war in ſtändiger Benutzung.
Ein Gewitter iſt im Anzuge, war die allgemeine Anſicht.
Bergkegel herauf, der im Norden das Thal abſchloß. Doch waren die Wolkenballen maſſiger und dunkler, wie gewöhnlich.
„Das wird ein ſchweres Wetter werden, ſagte der „Diehls⸗Vetter“ vor ſich hin, und läuft nicht„glatt“ ab“.
Siehe da ſtieg es auch ſchon ſchwarz hinter dem hohen


