Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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Zimmer ihr Herz in die Enge trieb, bis ſie jenen Entſchluß faßten, ihre heiligen Rechte an den Gemahl unſerer Verſtorbenen abzutreten? Allerdings ſetzte ich voraus, daß die Wurzeln des Verhaͤltniſſes zwiſchen ich und ihm, das ſeitdem ſo koͤſtlich wieder empor⸗ wuchs, bereits vertrocknet waren, daß eine heilſame Wendung des Geſchickes dreier im Innerſten erkrankter, mir hoͤchſt werther Perſonen einzig auf dem durch mich vorgeſchlagenen Wege zu erreichen ſtuͤnde. Da fiel mir noch ploͤtzlich ein, daß ich doch wohl unter falſchen Vorausſetzungen gehandelt haben koͤnnte und ſo trieb mich eine wahrhafte Todesangſt nach der Re⸗ ſidenz. Aber ſo eifrig ich auch unterwegs den Him⸗ mel anflehte, daß jenes Miniaturportrait noch nicht uͤbergeben, und noch Zeit ſeyn moͤchte, zuvor zu ei⸗ ner abermaligen Erforſchung des Herzens, dem ſie ſo heldenmuͤthig entſagen wollten, ſo fand ich doch damit keine Erhoͤrung, Bild und Brief waren bereits in den Haͤnden der Baroneſſe. Lange hatte keine Begebenheit ſo erſchuͤtternd auf mich eingewirkt. Denn zu der Unruhe uͤber die Moͤglichkeit, daß mein Rath, ſo wohlgemeint er geweſen, einen ſtrafbaren Eingriff in ihre Gemeinſchaft gethan haben koͤnne, kam eben

als ich hier in Langenhof in den Wagen ſteigen wollte, 14*