Wie aber geht es meinem Liebchen der ſuͤßen Theobalde? fragte nunmehr die Graͤfin.
Dieſe hat das große Loos in der Ehe gewonnen. Es iſt, als habe der Himmel ſie fuͤr die uͤberſtan⸗ dene Trauer reichlich entſchaͤdigen wollen. In die Welt kommt ſie und ihr Mann ſelten und das iſt, wahrlich kein ſchlechtes Zeichen. Brombergers— fuhr er fort— machen mir noch die meiſte Unruhe.
Brombergers?— verſetzte der Graf, der ſich des Namens nicht ſogleich entſinnen konnte.
Seine Gemahlin erinnerte ihn laͤchelnd an den ſo gar ſeltſam gekleideten Farbenreiber, der ihnen an Tippels vormaliger Wohnung zuerſt aufſtieß.
Der iſt ja wohl— ſprach Altenberg— ſpaͤter ein nicht ungeſchickter Miniaturmahler geworden. Sollte es ihm an Kundſchaft mangeln?
Ach nein, mit ſeinem Fortkommen hat es keine Noth. Auf allen benachbarten Guͤtern iſt er ſchon mit ſeiner Kunſt herum und beſitzt offenbar zu we⸗ nig Haͤnde, um die vielen Wuͤnſche nach Portraits von ihm, zufrieden zu ſtellen. Seine Frau aber, die vor der Ehe alles Ungemach ſeinetwegen ertrug und nur in Beziehung auf ihn zu athmen ſchien, iſt jetzt haͤufig boͤſe uͤber die Langeweile, welche ſeine oͤftere


