Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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ſtrecke. Noch immer lebte der Vicomte Cheruͤbin zu Thuͤrmen und hatte die ſchoͤne Genugthuung, die Ruhe des Baron Tangern, welcher mit ihm zuſam⸗ men wohnte, in dem Eifer, womit er dem dortigen Vereine anhing, ſich immer mehr befeſtigen zu ſehen. Nur die Schwermuth mit welcher die eigene Lage ihn erfuͤllte, trat der frommen Erhebung in der er ſein Gluͤck zu ſuchen hatte, bisweilen in dem Weg. So oft er ſich auch einzupraͤgen ſuchte, daß der Menſch auf das Liebſte auf Erden ohne Murren muͤſſe Verzicht leiſten koͤnnen, wenn ihm von hoͤhe⸗ rer Hand ein Anderes beſtimmt worden, ſo uͤber⸗ raſchten ihn ſeine Gefuͤhle fuͤr Alphonſinen doch zu⸗ weilen in ihrer Naͤhe zu gewaltig, um auf den Kampf mit ihnen gehoͤrig geruͤſtet zu ſeyn. Alphon⸗ ſine ſchien einen aͤhnlichen Schmerz um ihn in der Bruſt zu tragen, der vielleicht in gleicher Art den klaren Strom ihrer Andacht bisweilen truͤbte. Zwar waren ſie beide dahin gekommen, daß ſie wohl Stunden lang mit einander ſprechen konnten, ohne durch irgend eine beſondere Annaͤherung, die fort⸗ dauernden Wuͤnſche ihrer Herzen anzudeuten, allein zur beiderſeitigen Staͤrkung in dem getrennten Ver⸗ haͤltniſſe, zu dem die Vorſehung ſie auserſehen zu 13*