Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 42—

Sprechen ſie nicht zu viel, guter Altenberg. Das an der Freundſchaft eben recht mild erwaͤrmte Herz, welches mein Aeuſſeres unſtreitig kund thut, iſt nicht der ſicherſte Geſundheitsmeſſer. Es freut mich, daß ſie meine Bitte ſo bald Statt finden ließen.

Auſſer ihrem Wunſche, der mir Befehl gewe⸗ ſen waͤre, hatte ich noch eine Verpflichtung dazu. Ich ſoll ihnen nemlich dieſes Paͤcktchen am heutigen Morgen ſelbſt uͤbergeben.

Mir und grade an dieſem Morgen! erwiederte die Baroneſſe, aus dem ſchlecht aufgedruͤckten Sie⸗ gel den Urſprung nicht errathend.

Sie und der Graf ſtaunten beide, als das Oeff⸗ nen ſein uͤberaus aͤhnliches Miniaturbild zum Vor⸗ ſchein brachte. Dabei lagen folgende Zeilen:„Daß ich, Ihnen, verehrte Freundin, gewis das beſte Gluͤck zum heutigen Tage wuͤnſche, mag die Beilage be⸗ weiſen, die ich von nun an als Ihr Eigenthum be⸗ trachte. Sie erhalten mit ihr das Beſte was ich habe. Jetzt darf ich auch auf die Genehmigung meines Gemahls hoffen. Doch mußte ich, wie ich glaube, das Bildnis den Weg zu Ihnen, durch ſeine Hand nehmen laſſen.“

„Heloiſe.“