Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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ches die Liebe zuſammenbrachte, in Anwendung kom⸗ men ſoll. Denken ſie ſich die vielfache Verſchlin⸗ gung der wechſelſeitigen Gefuͤhle dieſes Paares ſchon vor dem Gange zum Altare und dann die Heiligung an dieſem, das im Namen des Allerhoͤchſten da⸗ ruͤber ausgeſprochene Vereinigungswort. Fuͤgen ſie die neuhinzukommenden Bande daran. Und wenn ſie das Alles erwogen haben, ſo beantworten ſie mir die Frage, ob das Wort Scheidung nicht etwas wahrhaft Entſetzliches in ſich faßt, zumal wenn ſie zu den Banden durch die gegenſeitigen Gefuͤhle, auch noch die ſo mancherlei ſchoͤnen Erinnerungen vor und nach abgeſchloſſenem Ehevereine dazu den⸗ ken. Ein auf dem Pfade der Liebe zur Ehe ge⸗ langtes Paar, das ſpaͤterhin auf den Gedanken ge⸗ raͤth, ſich ſcheiden zu laſſen, koͤnnte vielleicht mit einem zuſammen gewachſenen Zwillingspaare vergli⸗ chen werden, bei dem die Aerzte noch in Zweifel ſtehen, ob die Trennung deſſelben nicht weſentliche Theile des Lebens an den Zwillingen verletzen koͤnne. Aber das Gleichnis hinkt, leider, allzu ſehr. Denn die Trennung der Zwillinge muß zum Heile der⸗ ſelben verſucht werden, ſtatt, daß die Trennung des Ehepaares zu deſſen Heile vielleicht beſſer unterbliebe.