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als die Liebe, ſo ſehen mehrere andere Dichter in der Liebe ſelbſt, nichts als die Wolluſt. Dieſe ſind, wenn ſie Liebe lehren, blos Satyre in die Grazie ihrer Zeit verkleidet, jener dagegen iſt ein nackter Amor, deſſen Schoͤnheit von allen Zeiten aner⸗ kannt wird.
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Dieſen Satz— ſprach der Graf— unter⸗ ſchreibe ich noch heute ganz unbedenklich als meine Meinung. Grade der hohe Geiſt, von dem hier die Rede iſt, hat mich zu oft mit dem Leben ver⸗ ſöhnt, um ſeiner nicht jederzeit mit Dankbarkeit zu gedenken. Ueberhaupt glaͤnzt mir die Poeſie vor allen Kuͤnſten beſonders wegen der Eigenſchaft, daß mehr als durch die uͤbrigen jeder aufgeſchloſſene Sinn allein, und ohne bedeutende wiſſenſchaftliche Vorkenntnis ſich durch ſie uͤber die Misverhaͤltniſſe der Wirklichkeit hinauf zu ſchwingen vermag. Noch heute gilt mir die Poeſie fuͤr das Paradies, wohi⸗ nein, ihre Verehrer, wie ihre Prieſter, ſich und ihr Heiligſtes fluͤchten, wenn die Stuͤrme der Erde to⸗ ben und die Vernichtung deſſen, was dieſer ange⸗ hoͤrt, immer naͤher an ſie herandonnert. Auf ihren ſeligen Hoͤhen kann die giftige Schlange, Furcht ge⸗


