Religion, Poeſie, Liebe ſind im Grunde eins und
daſſelbe, das Hoͤchſte und nur im Ausdrucke oder
der Beziehung unterſchieden. Es ſind die verſchiede⸗
nen Farben, worein ſich der weiße Lichtſtrahl bricht. *—*
Die Frauen ſind ſchon bei ihrer Geburt, was. ſie einſt werden koͤnnen. Mehr oder mindere Ausbildung, kommt nicht in Anſchlag. Die Maͤn⸗ ner hingegen, muͤſſen erſt nach der Geburt wer⸗ den. Man koͤnnte alle Frauen, Toͤchter der Na⸗
tur und alle Maͤnner, Soͤhne der Kunſt nennen.
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Die Frauen zu Staatsgeſchaͤften erheben wollen, wie zuweilen der Vorſchlag geſchehen, waͤre eine wahre Erniedrigung dieſes Geſchlechts. Nur in ihm iſt es der Verſchrobenheit noch nicht gelungen, die große menſchliche Natur zu verdraͤngen und es waͤre
gottlos, ſie dem Verderben naͤher zu bringen.
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Man wirft den Frauen Schlauheit und Argliſt vor. Aber welche andere Waffen bleiben ihnen oft gegen ein Geſchlecht, das ihr urſpruͤngliches Weſen nicht verſtehen oder nicht reſpektiren will?
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