Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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Dagegen ſprach der Muſikmeiſter, weit weni⸗ ger delikat, als wohlmeinend, beſonders nach der Betruͤbnis, welche des Grafen Auge dabei ausdruͤckte. Dagegen ſcheint der Baroneſſe von Gruͤnau Ge⸗ ſundheit ſich immer mehr zu befeſtigen.

Meine Gemahlin erwiederte der Graf ſoll viel zur Pflege waͤhrend der Krankheit der Ba⸗ roneſſe beigetragen haben.

Ja wohl, ja wohl! antwortete der Muſikmeiſter mit Feuer. Der Schutzgeiſt unſeres freundlichen Langenhof ſucht ſeine geſegnete Wirkſamkeit ſo weit als moͤglich zu verbreiten.

Ein herzlicher Druck von der Hand des Gra⸗ fen und ein Blick voll Seele ſagten Sennern wie tief er dieſe Bemerkung empfunden hatte.

2.

Senners Harmonikaconzert hatte durch die Neu⸗ heit vieler Einrichtungen an dem Inſtrumente und durch eine hinreißende Delikateſſe im Vortrage, die Zuhoͤrer entzuͤckt. Von drei Einladungen in große Geſellſchaften fuͤr den folgenden Dienſtag war dem Muſikmeiſter die eine unmoͤglich abzulehnen geweſen.

Inzwiſchen ergriff er den Vorwand einer ploͤtz⸗

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