Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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der Groͤße ſeiner verkehrten Weiſe im Leben zu meſ⸗ ſen pflegte, und zum Beiſpiel eine Zerſtreutheit, die jeder andern Perſon nur Schande machen koͤnnte, ihm als eine beſondere Ehre anrechnete. In den eigentlichen Geſchaͤftsleuten die gar nichts ſind, als das, hat ſich dieſe Anſicht von den Dichtern bis auf dieſe Stunde noch erhalten und Herr Thorn wuͤrde recht gut ihr in die Wirklichkeit gerufenes Ideal eines Poeten vorſtellen; denn alle Lebensver⸗ haͤltniſſe denkt er mit einer abſoluten Kopfloſigkeit abthun zu koͤnnen.

Zuletzt erſuchte Senner noch den Saͤnger Feuer⸗ berg, ſein Conzert, wofuͤr der Graf ſich mit Waͤr⸗ me zu intereſſiren verſprach, durch Geſang zu ver⸗ ſchoͤnern. Allein der Saͤnger wies den Antrag ſo theilnahmlos und mit kalter Hoͤflichkeit zuruͤck, daß der Graf, unmuthig daruͤber, Sennern mit hinun⸗ ter in ſeine Wohnung nahm und den gegen ihn ſo unfreundlichen Mitkuͤnſtler, durch deſſen Ungluͤck entſchuldigte.

Unten war die erſte Frage des Grafen nach ſei⸗ ner Gemahlin Geſundheit. Was Senner daruͤber ſagen konnte, war nicht ganz beruhigend. Schon ſeit dem Herbſte kraͤnkelte die Graͤfin.