Thornſchen Vermaͤhlung, welcher er ſelbſt mit beige⸗ wohnt hatte.
Eins der wunderlichſten Feſte, die ich jemals er⸗ lebte,— ſagte er.— Schon in der Kirche bekam man des Wartens zur Gnuͤge, weil das Braut⸗ paar nicht eintreffen wollte. Da verlautete endlich, daß der Braͤutigam ſo eben einer Balletprobe zuvor beigewohnt und daruͤber die Trauungsſtunde ver⸗ ſaͤumt habe. Das liebe Geſichtchen der Braut hatte, wie ſie endlich an den Altar mit ihm trat, augen⸗ ſcheinlich gar keine Feſttagsblicke. Und wer wollte es ihr verdenken, da er ihr ſchon am Tage zuvor alle Veranlaſſung gab, auf die neue Ballettaͤnzerin eiferſuͤchtig zu werden? Bei Tiſche wurde zwar von
einigen Schreihaͤlſen, welche gewohnt ſind, ihre ab⸗
gedroſchenen Einfaͤlle fuͤr charmant erklaͤren zu hoͤ⸗ ren, ein Surrogat von Munterkeit, herbeigeführt, und der Glaͤſerklang nebſt den zugehoͤrigen Toaſten haͤtten die allgemeine Freude recht leidlich repraͤſen⸗ tirt, wenn die truͤbſeligſte Langeweile nicht auf den meiſten Geſichtern zu leſen geweſen waͤre. Einmal nach dem andern fuhr die Braut mit der Hand uͤber die lieblichen Augen. Der Braͤutigam zog nur immer die Uhr, ſeine Verwunderung ausdruͤckend,
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