gilt in Langenhof fuͤr einen Dichter und dieſes thut mir, wahrlich, um ſo mehr leid, wenn der Ruf ge⸗ gruͤndet ſeyn ſollte, weil die vernuͤnftigen Menſchen ihn allenthalben laͤcherlich finden muͤſſen, und das dann eben das alte, hoͤchſt ungerechte Vorurtheil ge⸗ gen das Benehmen der Dichter in den gewoͤhnlichen Lebensverhaͤltniſſen, mit neuer Beſtaͤtigung zu ver⸗ ſehen ſcheint.
Der Muſikmeiſter Senner aus Langenhof, der jetzt gemeldet wurde, haͤtte nicht gelegener kommen koͤnnen, weil durch ihn, vermuthlich uͤber die hoͤchſt
ſonderbare Stoͤrung von Thorn's Hochzeitfeſte, eine
Auskunft zu erlangen war, welche aus den verwirr⸗ ten Reden des leidenſchaftlichen Helden dieſes Feſtes keinesweges hervorging. Da Senner auch nach den vielbeſprochenen Saͤnger Feuerberg gefragt, ſo ward er im Namen des Grafen gebeten, ſich zu dieſem herauf zu bemuͤhen. Der Muſikmeiſter uͤberreichte einen Brief von der Graͤfin Altenberg, welche ihn morgen das Concert empfahl, das er in der Re⸗ ſidenz auf einer Harmonika nach eigener Conſtruk⸗ tion zu geben dachte.
Als das abgethan war, befriedigte der Muſiker auch den Wunſch wegen der Nachricht von der


