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Welcher? : drei Geschichten verwandten Inhalts / von Friedrich Laun
Entstehung
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„ich hoffe wenigſtens, daß Sie unter den hier eintretenden Umſtaͤnden eine Scheidung fuͤr die einzige, ertraͤgliche Auskunft halten werden.“

„Hoffen Sie das nicht. Niemals habe ich ihrer Tochter Urſache gegeben auf Scheidung zu klagen. Darum gehoͤrt ſie mein, und ſoll mein bleiben, ſo lange ich lebe. Oder wollen Sie Klage erheben? Wohl, ſo mag das Gericht ent⸗ ſcheiden, wer Recht hat, ich oder Sie.“

„Bis dahin aber, wo ſoll bis dahin meine Tochter bleiben?“

„Bei Ihnen, wuͤßte ich nicht, wie wenig

Sie, von Leidenſchaft geblendet, in dieſer An⸗.

gelegenheit mein Recht und Ihre Pflicht erken⸗ nen. Sie mag dieſe Zimmer hier inne behal⸗ ten, bis auf die Klage, welche Sie, oder Otti⸗ lie, gegen mich erheben wollen, der richterliche Ausſpruch erfolgt iſt.“ „Als Gefangene wollten Sie alſo bis da⸗ hin mein armes, ungluͤckliches Kind behandeln?“ „Das will ich gar nicht, wenn ſie ſelbſt es nicht will. Sie kann mit in meinen Zimmern leben. Denn die Frau gehoͤrt zu ihrem Manne. Oder koͤnnten Sie nun gar Ihre Unbiligkeit ſo weit treiben, um mein Zartgefuͤhl zu ſchelten,