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Leidenſchaft, und daß Sie dem ſchwankenden Strome der Gefuͤhle ſich uͤberlaſſen haben.
„Mein Herr,“ verſetzte Meiler:„wie Sie auch davon urtheilen moͤgen, die Umſtaͤnde ſind ſo, daß meine Tochter von Wernhold nicht laſ⸗ ſen kann. Das Kind haben Sie doch bemerkt.“
„Leider, allerdings! das Kind aͤndert nichts, wenn ich nichts aͤndern will. Meine Ehe mit Ottilien iſt auf unſer beiderſeitiges ganzes Leben geſchloſſen; eine geſetzliche Scheidung hat auch nicht ſtatt gefunden, folg⸗ lich war jede anderweite Ehe, von ihr eingegan⸗ gen, ſchon nichtig an ſich ſelbſt, und das Kind, von dem die Rede iſt, iſt ein uneheliches. Maͤßigen Sie ihre Geberde, lieber Vater. We⸗ der Sie, noch Ihre Tochter, wollte ich beleidi⸗ gen. Aber da Sie den einzig wahren Stand der Dinge ganz zu verkennen ſcheinen, ſo muß⸗ te ich ihn Ihnen vor Augen legen. Uebrigens verzeihe ich Ottilien; ich verzeihe ihr Alles. Aber ich verlange, daß ſie meine Gattin ſey, nach wie vor. Und das, daͤchte ich, ware ein Verlangen, billiger, als man es von einem alſo Gemißhandelten erwarten koͤnnte.“
„„Herr Frelon,“ erwiederte ſein Gegner:
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