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Welcher? : drei Geschichten verwandten Inhalts / von Friedrich Laun
Entstehung
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176 daß ſolch ein ſeltenes Gluͤck ihn auch nachſichtig machen kann fuͤr die Schuld der Tochter.

„Herr Frelon,“ verſetzte der Andere finſter: „was nennen Sie Schuld?“

„Jede Abweichung von dem, was Recht iſt. Ich, ich war Ottiliens rechtmaͤßiger Gatte. Wenn der hoͤchſt beklagenswerthe Fall eines le⸗ bendigen Begraͤbniſſes vorkommen konnte, ſo iſt der ungluͤckliche Gebrauch der allzufruͤhen Bei⸗ ſetzung daran Ürſache, nicht ich, der Ihre Toch⸗ ter liebte, der ihr nie einen Beweiß vom Ge⸗ gentheil gab. Mußte ſie, wenn keine ſtrafbare Leidenſchaft ſie blendete, nicht, ſtatt in die Ar⸗ me des gluͤcklichen Frevlers, zuruͤckkehren zu ih⸗ rem rechtmaͤßigen Gatten?“

„Sehen Sie wenigſtens daraus,“ entgegne⸗ te Herr Meiler:„daß der, den Sie einen Frev⸗ ler nennen, dem Herzen meiner Tachi gewiß naͤher ſtand, als Sie.“

„Und Sie, Herr Meiler, Sie, der Mann, deſſen reifen Jahren man zutrauen duͤrfte, daß er der Herrſchſucht der Gefuͤhle laͤngſt entwachſen ſey, Sie wollten wirklich eine ernſte Ruͤckſicht auf ſo etwas nehmen? Nur ſehr wenig Men⸗ ſchen ſind noch gluͤcklich geworden durch blinde