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Der junge Mann ſah ihm dazu ſo feſt in's Geſicht, daß Meiler ihn anſtarrte und ſich uͤber die Stirne ſtrich, als ob er fuͤrchte, in Wahn⸗ ſinn verfallen zu ſeyn.
„Ja, Vater! Ottilie iſt gerettet; ſie lebt. Das Grab hat Ihre Schuld geloͤßt. Die Sie mir vorenthielten, habe ich durch das Grab er⸗ halten. Ein bloßer Scheintod.“—
Dieſes Wort gehoͤrte dazu, der Aufrichtig⸗ keit im Geſicht des Troͤſters Beſtaͤtigung zu ver⸗ leihen. Wernhold erzaͤhlte. Die Freude wirkte laͤhmend nach ſo tiefer Verzweiflung auf den Hausherrn. Er ſank nieder auf einen Seſſel. Doch ließ er Wernholds Hand nicht aus der ſeinigen. 3
Während Wernhold die Luͤcken in ſeiner vorigen Erzaͤhlung ausfuͤllte, ermannte ſich der gleichſam Neugeborne, raffte ſich auf und be⸗ ſchwor am Halſe des Schwiegerſohns, die treue⸗ ſte Bewahrung des Geheimniſſes.
Darauf ging er mit Wernhold hinweg.
Auf einer der naͤchſten Straßen ſtiegen ſie in einen Miethwagen und fuhren zu Ottilien, de⸗ ren Seligkeit, wie die ihres Vaters, uͤber alle Beſchreibung ging.


