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nimmt keine Zeit, keine Ewigkeit von mir. Se⸗ hen Sie Wernhold, ſo jammere, ſo zittere ich immer, wenn ich allein bin!“
„Armer Mann!“ ſprach der Kuͤnſtler, ihm die Hand druͤckend.„Wie aber, wenn ich es waͤre, der Ihren Harm beſchwoͤren, der die Ru⸗ he zuruͤckfuͤhren koͤnnte in Ihr krankes Herz?“
„Nein, guter Wernhold, die Todten kehren nicht wieder!“
„Die Todten— nicht, aber:— theu⸗ rer Mann, eben der Schmerz, der Sie nieder⸗ beugt, giebt Ihnen eine der erſten Stellen in meinem Herzen. Es gilt aber hier ein Geheim⸗ niß, eine Sache, die nie uͤber Ihre Lippen kom⸗ men darf. Schwoͤren Sie mir, das Geheim⸗ niß zu bewahren, und ich verbuͤrge Ihnen die groͤßte Linderung ihres peinlichen Zuſtandes.“
„Wernhold,“ entgegnete der Gebeugte:„kei⸗
ne leeren Troſtesworte! Ich bin ſchwach gewor⸗
den an Leib und Seele, aber doch nicht ſchwach genug, um nach Ottiliens Tode noch auf eine ruhige Lebensſtunde zu rechnen.“
„Wie aber, Vater, wenn Ottilie nicht geſtorben waͤre?“


