15 keiner Zerſtoͤrung faͤhig geweſen waͤre. Wie die Sachen ſtanden, blieb der einzig in ſeiner Liebe Lebenden keine Hoffnung mehr, weder in dieſer noch in jener Welt, denn auch vor letzterer ſchauerte ihr, wenn ihre Seligkeit dort nicht an ſeiner Hand zu finden war.
Alle Verwandte und Freunde, mit Ausnah⸗ me Stillburgs, beeiferten ſich, ihr das Gluͤck vorzuſtellen, das des Verlobten voͤlliger Unwerth ihr noch vor dem innigern Vereine mit ihm ſich kundgethan harte. Schien es doch nun ſo⸗ gar, als ob er die unbeſonnene Drohung ſeines ploͤtzlichen Verſchwindens nur darum zuweilen gethan, und ſich eiferſuͤchtig gezeigt habe, um ſein Weggehen mit einer heimlichen Liebſchaft minder auffallend zu machen. Fuͤr eine ſolche aber mußte man wohlfſeine Begleiterin um ſo mehr halten, da er fruͤher wiederholt geaͤuſſert hatte, daß er vor ſeinem Vereine mit Caͤcilien ganz allein auf der Welt geſtanden und durchaus keine Verwandten ihm uͤbrig geblieben waͤren.
Niemand wirkte jetzt mit Gluͤck auf Caͤci⸗ lien; Niemand traf den rechten Ton, als ihr Beichtvater, ein ehrwuͤrdiger Greis. Mit inni⸗ ger Sechnſucht erwartete ſie ihn, deſſen Worte
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