Teil eines Werkes 
6. Band (1816)
Entstehung
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weil ſie Freunde der Tugend ſind, zu der ich ruͤckkehre, verbinden Sie Ihr Flehen mit dem meinigen. Marie! (Er wirft ſich nieder.) Marie! Kennſt du meine Stimme nicht mehr? Vernimmſt du nicht mehr den Ton meines Herzens? Marie! Marie!

Marie. O Clavigo!

Clavigo(ſpringt auf und faſſt ihre Hand mit entzuͤck⸗ ten Kuſſen.) Sie vergibt mir, Sie liebt mich!(umarmt den Guilbert, den Buenco.) Sie liebt mich noch! O Ma⸗ rie, mein Herz ſagte mir's! Ich haͤtte mich zu deinen Fuͤßen werfen, ſtumm meinen Schmerz, meine Reue ausweinen wollen; du haͤtteſt mich ohne Worte verſtan⸗ den, wie ich ohne Worte meine Vergebung erhalte. Nein, dieſe innige Verwandtſchaft unſerer Seelen iſt nicht auf⸗ gehoben; nein, ſie pernehmen einander noch wie ehe⸗ mals, wo kein Wink nöthig war, um die innerſten Be⸗ wegungen ſich mitzutheilen. Marie— Marie— Ma⸗ rie.—

Beaumarchais(tritt auf.)

Ha!

Clavigo(ihm entgegenfliegend.) Mein Bruder!

Beaumarchais. Du vergibſt ihm?

Marie. Laſſt, laſſt mich! meine Sinne vergehn. (Man fuͤhrt ſie weg.)

Beaumarchais. Sie hat ihm vergeben?

Buenco. Es ſieht ſo aus.

Beaumarchais. Du verdienſt dein Gluͤck nicht.