Teil eines Werkes 
6. Band (1816)
Entstehung
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Clavigo. Glaube, daß ich's fuͤhle.. Sophie(kommt zuruͤck.) Sie vergibt ihm. Ein Strom von Thraͤnen brach aus ihren Augen. Er ſoll ſich entfernen, rief ſie ſchluchzend, daß ich mich erhole! Ich vergeb' ihm.— Ach, Schweſter! rief ſie, und fiel mir um den Hals, woher weiß er daß ich ihn ſo liebe?

Clavigo(ihr die Hand kuͤſſend.) Ich bin der gluͤck⸗ lichſte Menſch unter der Sonne. Mein Bruder!

Beaumarchais.(umarmt ihn.) Von Herzen denn. Ob ich euch ſchon ſagen muß: noch kann ich euch nicht lieben. Und ſomit ſeyd ihr der Unſrige und vergeſſen ſey Alles! Das Papier, das ihr mir gabt, hier iſt's. (Er nimmt's aus der Brieftaſche, zerreißt es und gibt's ihm hin.)

Clavigo. Ich bin der Eurige, ewig der Eurige.

Sophie. Ich bitte, entfernt euch, daß ſie eure Stimme nicht hoͤrt, daß ſie ſich beruhigt.

Clavigo Lſie rings umarmend.) Lebt wohl! Lebt wohl!— Tauſend Kuͤſſe dem Engel.(ab.)

Beaumarchais. Es mag denn gut ſeyn, ob ich gleich wuͤnſchte es waͤre anders.(Laͤchelnd.) Es iſt doch ein gutherziges Geſchöoͤpf ſo ein Maͤdchen— Und, meine Freunde, auch muß ich's ſagen, es war ganz der Gedanke, der Wunſch unſers Geſandten, daß ihm Marie vergeben, und daß eine gluͤckliche Heirath dieſe verdrießliche Ge⸗ ſchichte endigen moͤge.

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