44
Weislingen. Do glich ſie dir!(Er nimmt ihre Hand.) Wie wird mir's werden, wenn ich euch verlaſſen ſoll! 3
Maria.(zieht ihre Hand zuruͤck.) Ein Bischen eng, hoff' ich, denn ich weiß wie's mir ſeyn wird. Aber ihr ſollt fort.
Weislingen. Ja, meine Theuerſte, und ich will. Denn ich fuͤhle welche Seligkeiten ich mir durch dieß Opfer erwerbe. Geſegnet ſey dein Bruder, und der Tag an dem er auszog mich zu fangen!
Maria. Sein Herz war voll Hoffnung fuͤr ihn und dich. Lebt wohl! ſagt' er bey'm Abſchied, ich will ſehen daß ich ihn wieder finde.
Weislingen. Er hat's. Wie wuͤnſcht' ich die Verwaltung meiner Guͤter und ihre Sicherheit nicht durch das leidige Hofleben ſo verſaͤumt zu haben! Du köͤnnteſt gleich die Meinige ſeyn.
Maria. Auch der Aufſchub hat ſeine Freuden.
Weislingen. Sage das nicht, Maria, ich muß ſonſt fuͤrchten du empfindeſt weniger ſtark als ich. Doch ich buͤße verdient, und welche Hoffnungen werden mich auf jedem Schritt begleiten! Ganz der Deine zu ſeyn, nur in dir und in dem Kreiſe von Guten zu leben, von der Welt entfernt, getrennt, alle Wonne zu genießen, die ſo zwey Herzen einander gewaͤhren! Was die Gnade des Fuͤrſten, was der Beyfall der Welt gegen dieſe einfache
„
—


