Teil eines Werkes 
6. Band (1816)
Entstehung
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tigkeit zu handhaben, um einen jeden Großen und Klei⸗

nen die Vortheile des Friedens genießen zu machen. Und uns verdenkſt du's, Berlichingen, daß wir uns in ihren Schutz begeben, deren Huͤlfe uns nah iſt, ſtatt daß die entfernte Majeſtaͤt ſich ſelbſt nicht beſchuͤtzen kann.

Goͤtz. Ja! Ja! Ich verſteh! Weislingen, waͤren die Fuͤrſten wie ihr ſie ſchildert, wir haͤtten Alle was wir begehren. Ruh und Frieden! Ich glaub's wohl! Den wünſcht jeder Raubvogel, die Beute nach Bequemlich⸗ keit zu verzehren. Wohlſeyn eines Jeden! Daß ſie ſich nur darum graue Haare wachſen lieſſen! Und mit unſerm Kaiſer ſpielen ſie auf eine ungnſtandige Art. Er meint's gut und moͤcht gern beſſern. Da kommt denn alle Tage ein neuer Pfannenflicker und meint ſo und ſo. Und weil der Herr geſchwind etwas begreift, und nur reden darf um tauſend Haͤnde in Bewegung zu ſetzen, ſo denkt er, es waͤr' auch Alles ſo geſchwind und leicht ausgefuhrt. Nun ergehn Verordnungen uͤber Verordnungen, und wird eine uͤber die andere vergeſſen; und was den Fuͤrſten in ihren Kram dient, da ſind ſie hinter her, und gloriiren von Ruh und Sicherheit des Reichs, bis ſie die Klei⸗ nen unterm Fuß haben. Ich will darauf ſchwoͤren, es dankt Mancher in ſeinem Herzen Gott, daß der Tuͤrk dem Kaiſer die Wage haͤlt.

Weislingen. Ihr ſeht's von eurer Seite.

Goͤtz. Das thut Jeder. Es iſt die rage auf wel⸗

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