Teil eines Werkes 
6. Band (1816)
Entstehung
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bringts.) Caſtor und Pollur! Mir that's immer im Herzen wohl, wenn uns der Markgraf ſo nannte.

Weislingen. Der Biſchof von Würzburg hatte es aufgebracht.

Gotz. Das war ein gelehrter Herr, und dabey ſo leutſelig. Ich erinnere mich ſeiner ſo lange ich lebe, wie er uns liebkoſ'te, unſere Eintracht lobte, und den Men⸗ ſchen gluͤcklich pries der ein Zwillingsbruder ſeines Freun⸗ des waͤre.

Weislingen. Nichts mehr davon!

Goͤtz. Warum nicht? Nach der Arbeit wuͤſſt' ich nichts Angenehmers als mich des Vergangenen zu erin⸗ nern. Freylich, wenn ich wieder ſo bedenke, wie wir Liebs und Leids zuſammen trugen, einander Alles waren, und wie ich damals waͤhnte ſo ſollt's unſer ganzes Le⸗ ben ſeyn! War das nicht all mein Troſt, wie mir dieſe Hand weggeſchoſſen ward vor Landshut! und du mein pflegteſt, und mehr als Bruder fur mich ſorgteſt? Ich hoffte, Adelbert wird kuͤnftig meine rechte Hand ſeyn. Und nun

Weislingen. Oh!

Gotz. Wenn du mir damals gefolgt haͤtteſt, da ich⸗ dir anlag mit nach Brabant zu ziehen, es wäͤre Alles geblieben. Da hielt dich das ungluͤckliche Hofleben, und das Schlenzen und Scherwenzen mit den Weibern. Ich ſagt' es dir immer, wenn du dich mit den eiteln garſti⸗ gen Vetteln abgabſt, und ihnen erzaͤhlteſt von mißver⸗