Teil eines Werkes 
6. Band (1816)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24

Maria. Das Herz zittert mir im Leibe.

Reiter. Ich und mein Kamerad, wie's der Herr befohlen hatte, niſtelten uns an ihn, als waͤren wir zu⸗ ſammengewachſen, daß er ſich nicht regen. noch ruͤhren konnte, und der Herr und der Hans fielen uͤber die Knechte her und nahmen ſie in Pflicht. Einer iſt entwiſcht.

Eliſabeth. Ich bin neugierig ihn zu ſehn. Kom⸗ men ſie bald?

Reiter. Sie reiten das Thal herauf, in einer Vier⸗ telſtunde ſind ſie hier.

Maria. Er wird niedergeſchlagen ſeyn.

Reiter. Finſter genug ſieht er aus.

Maria. Sein Anblick wird mit im Herzen weh thun. Eliſabeth. Ah! Ich wil gleich das Eſſen zu⸗ recht machen. Hungrig werdet ihr doch Alle ſeyn.

Reiter. Rechtſchaffen.

Eliſabeth. Nimm den Kellerſchluͤſſel und hol vom beſten Wein! Sie haben ihn verdient(ab.)

Karl. Ich will mit, Tante.

Maria. Komm, Burſch.(ab.)

Reiter. Der wird nicht ſein Vater, ſonſt ging er mit in Stall! 3 Goͤtz. Weislingen. Reitersknechte.

Goͤtz.(Helm und Schwert auf den Tiſch legend.) Schnallt mir den Harniſch auf, und gebt mir mein Wamms. Die Bequemlichkeit wird mir wohl thun.