Nun kann den ſchoͤnen Wachsthum nichts beſchraͤnken; Ich fuͤhl' im Herzen heißes Liebetoben. Umfaß ich ſie, die Schmerzen zu beſchwichtgen? Doch ach! nun muß ich dich als Fuͤrſtin denken: Du ſtehſt ſo ſchroff vor mir emporgehoben; Ich beuge mich vor deinem Blick, dem fluͤchtgen.
——
. Reiſezehrung. Eutwöhnen ſollt' ich mich vom Glanz der Blicke, Mein Leben ſollten ſie nicht mehr verſchoͤuen. Was man Geſchick nennt, laͤßt ſich nicht verſoͤhuen, Ich weiß es wohl und trat beſtuͤrzt zuruͤcke. Nun wußt' ich anch von keinem weitern Gluͤcke; Gleich fing ich an von dieſen und von jenen Nothwend'gen Dingen ſonſt mich zu entwoͤhnen: Nothwendig ſchien mir nichts als ihre Blicke. Des Weines Glut, den Vielgenuß der Speiſen, Bequemlichteit und Schlaf und ſonſtge Gaben, Geſellſchaft wies ich weg, daß wenig bliebe. So kann ich ruhig durch die Welt unn reiſen; Was ich bedarf, iſt uͤberall zu haben, Und Unentbehrlichs bring' ich mit— die Liebe.
——
⸗ VII. Abſchied.
War unerſaͤttlich nach viel tauſend Kuͤſſen, Und mußt mit Einem Kuß am Ende ſcheiden,
*


