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Feſt waren wir an ſie gehangen; Wir ſtreichelten die runden Wangen, Uns lockt’ und zog ein ſuͤß Verlangen, Wir gleiteten zur vollern Bruſt.
O Nebenbuhler, frei von Neide, Du ſuͤß Geſchenk, du ſchoͤne Beute, Erinnre mich an Gluͤck und Luſt!
Glück der Entfernung.
Trink', o Juͤngling! heilges Gluͤcke Taglang aus der Liebſten Blicke; Abends gaukl' ihr Bild dich ein.
Kein Verliebter bad' es beſſer; Doch das Gluͤck bleibt immer groͤßer, Fern von der Geliebten ſeyn.
Ew ge Kraͤfte, Zeit und Ferne, Heimlich wie die Kraft der Sterne⸗ Wiegen dieſes Blut zur Ruh.
Mein Gefuͤhl werd ſtets erweichter; Doch mein Herz wird taͤglich leichter, Und mein Gluͤck nimmt immer zu.
Nirgends kann ich ſie vergeſſen; Und doch kann ich ruhig eſſen, Heiter iſt mein Geiſt und frei; Und unmerkliche Bethoͤrung Macht die Liebe zur Verehrung, Die Begier zur Schwaͤrmerei.
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