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Floh, wie die Zeit, mit dem Genuß. Was hilft es mir, daß ich genieße? Wie Traͤume fliehn die waͤrmſten Kuͤſſe⸗ und alle Frende wie ein Kuß.
Lebendiges Andenken.
Der Liebſten Band und Schleife rauben, Halb mag ſie zuͤrnen, halb erlauben, Euch iſt es viel, ich will es glauben und goͤnn' euch ſolchen Selbſtbetrug: Ein Schleier, Halstuch, Strumpfband, Ringe Sind wahrlich keine kleine Dinge; Allein mir ſind ſie nicht genug.
Lebend'gen Theil von ihrem Leben, Ihn hat, nach leiſem Widerſtreben, Die Allerliebſte mir gegeben, und jene Herrlichkeit wird nichts. Wie lach' ich all der Troͤdelwaare! Sie ſchenkte mir die ſchoͤnen Haare, Den Schmuck des ſchoͤnſten Angeſichts.
Soll ich dich gleich, Geliebte, miſſen; Wirſt Du mir doch nicht ganz entriſſen: Zu ſchaun, zu tadeln und zu kuͤſſen Bleibt die Reliquie von Dir.—
Gleich iſt des Haars und mein Geſchicke; Sonſt buhlten wir mit Einem Gluͤcke Um ſie, jetzt ſind wir fern von ihr.


