Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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Und feilſcht und wirbt mit hellem Hauf Um's Allerlei im Laͤdchen. n! 1

Ich feile; wohl zerfeil' ich dann Auch manches goldne Draͤtchen. Der Meiſter brummt, der harte Mann! Er merkt, es war das Laͤdchen.

Und flugs wie nur der Handel ſtill, Gleich greift ſie nach dem Raͤdchen. Ich weiß wohl, was ſie ſpinnen will: Es hofft das liebe Maͤdchen.

Das kleine Fuͤßchen tritt und tritt; Da denk' ich mir das Waͤdchen, Das Strumpfband denk' ich auch wohl mit, Ich ſchenkt's dem lieben Maͤdchen.

Und nach den Lippen fuͤhrt der Schatz Das allerfeinſte Faͤdchen. O waͤr' ich doch an ſeinem Platz, Wie kuͤßt ich mir das Maͤdchen! Gluck und Traum. Du haſt uns oft im Traum geſehen Zuſammen zum Altare gehen, Und dich als Frau, und mich als Mann. 1 Oft nahm ich wachend Deinem Munde,

In einer unbewachten Stunde, So viel man Kuͤſſe nehmen kann.

Das reinſte Gluͤck, das wir empfunden, Die Wolluſt mancher reichen Stunden