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das die Franzoͤſin, ganz anders die Deutſche. Ich will nur einige dieſer Verſchiedenheiten an⸗ geben, aber ohne Urtheil, damit ich nicht ver⸗ urtheilt werde— und zwar bald von der Einen, bald von der Andern. In Frankreich ſpre⸗
chen im Ganzen weniger Frauen von Literatur,
als in Deutſchland, und nur die, die wirklich einige wiſſenſchaftliche Bildung erhalten haben — was faſt blos bei vornehmen und reichen der Fall iſt: in Deutſchland ſprechen weit mehr Frauen uͤber Literatur, auch ohne vorhergegan⸗ gene wiſſenſchaftliche Bildung, die jedoch hier weit mehrere erhalten, als dort, und die weit mehr dem Mittelſtande und den nicht ſehr rei— chen, nur wohlhabenden Maͤdchen zu gute kömmt.— Die gebildete Franzoͤſin und die gebildete Deutſche vereinigen ſich in den Gegen⸗ ſtaͤnden dieſer ihrer Unterhaltungen im Gan⸗ zen: beide ſprechen immer und immer wieder von den Werken einiger wenigen ſehr vorzuͤg⸗ lichen Schriftſteller, und dann von fluͤchtigern Produkten des Augenblicks; aber im Einzel⸗ nen herrſcht Verſchiedenheit. Die Franzoͤſin ſpricht, wenn man ſie auf das Wenige leitet,


