Teil eines Werkes 
12. Band (1816)
Entstehung
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wieder mehr Anſpruͤche auf Deine Geſellſchaft macht, und ſie zu ſeiner Erholung bedarf: wie wird es dann werden, wenn Ida zu niemand will, als zu Dir? Gertrud iſt gut, iſt ver⸗ ſtaͤndig, und was ihr an Ausbildung und Ein⸗ ſicht fehlt, erſetzt ihr Gehorſam und ihre faſt vergoͤtternde Liebe fuͤr Dich. Gewoͤhne Ida alſo in Zeiten, auch bei ihr gern zu ſeyn. Aber nutze Gertrudens ehrerbietige Lie⸗ be fuͤr Dich zu ihrer eigenen Ausbildung. Suche dies ſeelengute Geſchoͤpf ſie iſt es ja ſo werth von den hergebrachten Mei⸗ nungen und Vorurtheilen des dienenden Stan⸗ des zu befreien, und an deren Stelle ver⸗ ſtaͤndige Anſichten der Dinge, und beſſere Ueberzeugungen zu pflanzen.

In dieſem Punkt magſt Du ſie ſicher uͤber ihren Stand erheben. Es kann nicht anders als ihr ſelbſt heilſam ſeyn. Bilde Dir an ihr nicht nur eine zweite Hand, die ma⸗ ſchinenmaͤßig Deinen Willen thut, ſondern laß ſie Deine verſtaͤndige Stellvertreterin werden. Deinen Geiſt kannſt Du ihr nicht geben, Dein Mutterherz auch nicht; aber lehre ſie

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