Teil eines Werkes 
12. Band (1816)
Entstehung
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in Deinem Geiſte handeln: ihr gutes, aͤcht weibliches Herz wird das uͤbrige thun. Ge⸗ lingt Dir dies, wie ich's wuͤnſche und hoffe; ſo laß ſie Dich unterſtuͤtzen in der Mutter⸗ pflicht, damit Du andere, eben ſo wichtige Obliegenheiten nicht verſaͤumen muͤſſeſt. Mit Geſchenken, womit man gewöhnlich Dienſtbo⸗ ten zu gewinnen ſucht, iſt dies nicht zu be⸗ werkſtelligen: wol aber mit ehrendem Ver⸗ trauen. Gewoͤhne Gertruden, ſo viel nur moͤglich, auch in Zeiten zu der Sprache, die Du mit Deinem Kinde geſprochen haben willſt. Wenn ich mich recht erinnere, iſt ihr Deutſch nicht ſehr verdorben. Korrigire ſie freundlich, wenn ſie Fehler macht, indem ſie zu Dir ſpricht; ſage ihr, daß ſie um Deines Kindes willen ſich von ihren Provinzial⸗Ausdruͤcken und gemeinen Wendungen entwoͤhnen muͤſſe. Was aber noch wichtiger iſt: ſprich jetzt ſchon mit ihr uͤber das, was ſie im Sprechen zu dem Kinde zu vermeiden habe; mache es ih⸗ rem guten Verſtande recht anſchaulich, wie nachtheilig die gewoͤhnliche Art der Waͤrterin⸗ nen mit den Kindern zu ſchaͤkern, und wie