Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Jahren, Träger eines hübſchen Anzuges und eines großen Bauchs. Gewöhnlich iſt er ohne Halstuch, um anzuzeigen, daß er zu Hauſe iſt; er geht in ſeinem Kaffeeſaale mit ſehr zufriedener Miene auf und ab, kommt und geht und unterſucht ſeine Tabaksdoſe,

bleibt ſtehen, wie wenn er ſehr beſchäftigt wäre, und

thut nichts als eine Priſe nehmen, ſich ſchneuzen, huſten und die Blätter von einem Tiſche auf einen andern tragen.

Wenn wir ſagen die Blätter, ſo muß man nicht glauben, daß man in einem ſolchen Kaffeehauſe viele trifft. Gewöhnlich begegnet man nur zwei bis drei: der Gerichtszeitung, dem Conſtitutionel und den all⸗ gemeinen Anzeigen; ſehr oft findet man nur das Tagblatt.

Das Perſonal der Einrichtung beſteht neben dem Mann und der Frau und einem mit Pflaſtern bedeck⸗ ten alten Hunde, der immer auf einem der Tiſche ſchläft, aus einem Kellner, der ſeine ſechszig Jahre auf dem Rücken hat, der ſich aber alle mögliche Mühe gibt, um noch jung und gewandt zu erſcheinen.

Dieſer Kellner hat eine blonde Perücke mit viel

zu kurzen Haaren über den Ohren, ſo daß man ſeine

eigenen grauen vorſchimmern ſieht. Sommers wie Winters und immer, um ſich ein jugendliches Anſehen zu geben, rträgt er zu ſeiner klei⸗ nen Tuchweſte Nankinbeinkleider und blaue Strümpfe. Die Hoſe geht in Folge des Waſchens nur noch bis auf die Mitte der Waden und der alte Kellner bringt einen guten Theil ſeiner Zeit damit hin, ſie hinunter

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