Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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zu küſſen und zu ſagen:„Fräulein, Sie werden der Rahm aller Gattinnen und ich der aller Männer ſein!“

Trick bedenkt nicht, daß aus einer ſolchen Ver⸗ bindung leicht Käs werden kann. Er iſt auf dem Gipfel ſeiner Wünſche. An demſelben Tag macht er der alten Buckligen ein prächtiges Geſchenk und dieſe ſagt ihm:„Sie werden nächſte Woche mein Eidam.“

Und Abends bringt er ſeinen künſtigen Schwie⸗ gervater nach Hauſe, der nichts zu ihm ſagt, aber ihn umarmt, indem er ihn ganz pathetiſch verab⸗ ſchiedet.

Auf dem Heimwege bemerkt Trick, daß er in der Taſche noch den Schlüſſel hat, der das Thorgitter an dem Garten ſeines künftigen Schwiegervaters aufmacht. Da kommt ihm eine Idee in den Kopf und er ſagt zu ſich:„Jetzt ſchnarcht der alte Romo⸗ rantin und wahrſcheinlich macht es ſeine Frau eben⸗ ſoz wenn ich wieder zurückkehrte... das Fenſter von Fräulein Seraphinetta geht in den Garten und ſie wohnt zu ebener Erde... das Mädchen kann noch nicht eingeſchlafen ſein... man ſchläft nicht ſo ſchnell ein, wenn man auf dem Punkte ſteht, ſich zu ver⸗ heirathen... ich will leiſe an das Fenſter klopfen, ſie macht auf und dann plaudern wir noch ein wenig, ſie unter ihrem Fenſter und ich im Garten, das iſt gewiß nicht unanſtändig, und da ich ja in acht Tagen der Gemahl des hübſchen Kindes werde, ſo iſt es

Paul de Kock. LXV. 8