Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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„Fräulein, ſeitdem ich meinen Oheim beerbt habe, mangelt mir nur noch Etwas, um ganz glücklich zu ſein.“

„Worin beſteht denn dieſes Etwas, mein Herr?“

„In einer Frau, Fräulein.“

„Sie haben vollkommen recht, mein Herr; ein Mann ohne Frau iſt wie ein Leib ohne Seele.“

Der junge Trick hätte dieſe Bemerkung, nament⸗ lich aus dem Munde eines Mädchens, etwas keck finden können, allein weit entfernt davon war er vielmehr entzückt über dieſe Antwort und rief:„Sie ſprechen wie ein Engel, Fräulein; ja, ich bin der Leib, der eine Seele ſucht. Wollen Sie die meinige ſein, reizende Pelagie? oder, um unfigürlich zu ſprechen, wollen Sie meine Frau werden?.. Ich lege meinen Namen, meine Perſon, mein Verinbzͤen zu Ihren Füßen nieder.“

Pelagie betrachtet den jungen Mann mit einer Miene, die man verſchieden deuten konnte; endlich entgegnet ſie:„Sie ſind alſo in mich verliebt?“

„Bis zum Wahnſinn!“

„Schon lange?“

„Seit ſechs Wochen.“

„Und Sie ſagen es mir erſt heute... Sie haben lange überlegt.“

„Ich wagte es nicht.“

„Ah, ah, ahl Ein ängſtlicher Mann kommt mir vor wie ein hinkendes Pferd: wenn man ſich einem ſolchen anvertraut, ſo darf man ſicher ſein, daß man in Kurzem im Koth liegt.“