Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

93 rennt nun, nachdem er alle umliegenden Steine auf⸗ gehoben hat, wieder an den Ort, wo er den frem⸗ den Herrn verlaſſen hat und findet natürlich Nie⸗ mand mehr.

Der arme Burſche kehrt weinend in ſein Magazin zurück. Seine Kameraden ſagen ihm, daß er das Opfer eines Topf⸗Diebſtahls geworden ſei und ſein Herr weist ihm die Thüre.

Trickchen begibt ſich nun wieder zu ſeinem Oheim und ſagt bei ſich ſelbſt:„Ich habe Paris ſatt!... Ach, welch' häßliche Stadt! welche Haufen von Koth, Schmutz, Menſchen, Wagen, Omnibus, Kaufleuten, Straßenjungen, Handelsleuten, Dieben.. ich will zu meinem alten Oheim zurück, in meine ſchöne und gute Heimath Bretagne! Da weiß man wenigſtens, mit wem man zu thun hat; man iſt nicht unaufhörlich dem Angeführtwerden ausgeſetzt, und mit Verſtand iſt man nicht genöthigt, unaufhörlich auf der Hut zu ſein, was ſehr ermüdend iſt, ſelbſt für die klügſten Leute!“

Ihr ſeht, daß der junge Trick trotz Allem, was ihm widerfahren war, noch nicht von der guten Mei⸗ nung, die er von ſich ſelbſt hatte, zurückgekommen war; in ſeinem Zorn erboste er ſich gegen die große Stadt und warf auf ſie alle Dummheiten, die er gemacht hatte. Aber ſo geht es gewöhnlich: wir wollen nie eingeſtehen, daß wir Unrecht gehabt ha⸗ ben, wenigſtens nicht, wenn wir nicht in der That

Paul de Kock. LXV. 7