94 viel Geiſt und Verdienſt haben; in dieſem Falle ge⸗ ſtehen wir unſere Irrthümer offen, weil wir nicht be⸗ fürchten, daß uns das als Dummkopf erſcheinen laſſe.
Nachdem Trickchen in ſeiner geliebten Bretagne angekommen war, erzählte er ſeinem alten Oheim nicht, wie die Sachen in Paris ſich zugetragen hat⸗ ten: er ſtellte ſich als Opfer der Ereigniſſe, der Um⸗ ſtände dar. Der alte Oheim glaubte ihm oder ſchien wenigſtens ihm zu glauben, was abſolut auf daſſelbe hinauskommt. Dann ſtarb der Greis achtzehn Mo⸗ nate nach der Rückkehr ſeines Neffen und ernannte Trick zum Univerſalerben.
Es verſteht ſich von ſelbſt, daß dieſer alte Oheim, der ſehr beſcheiden gelebt hatte und den man deß⸗ halb für minder reich hielt, unſerm Trickchen ein ſehr rundes, ſehr comfortables Sümmchen in guten Bank⸗ billeten und Goldſtücken hinterließ, die er in einer Kiſte eingeſchloſſen gehalten hatte.
Die Goldſtücke trugen auch wahrlich verſchiedene Gepräge; es hatte Louis darunter, mit dem Portrait des unglücklichen Ludwig XVI., dann unter der Re⸗ publik geſchlagene Zwanzigfrankenſtücke, dann von Napoleon, von Carl X., Ludwig XVIII. u. ſ. w.
Von allen dieſen Goldſtücken ſchienen Trickchen diejenigen die liebſten zu ſein, welche das Portrait Ludwig XVI. trugen. War es, weil er Bretagner war, eine Folge der Anhänglichkeit an dieſe Dynaſtie? oder weil ein ſolches Stück vierundzwanzig Livres galt, während die andern nur zwanzig Franken werth wa⸗ ren? Dieß konnten wir nie recht erfahren.. ach,


