84 nicht auch in ſeinem Reiſeſacke gehabt. Mit dem,
was er beſitzt, kauft er ſich Wäſche und bald hat er dieſen erſten Unfall vergeſſen.
Trickchen iſt ſeit acht Monaten im Laden des alten Trödelhändlers, und da er ſich die ganze Zeit über nicht ein einziges Mal hat drankriegen laſſen, ſo iſt ſein Selbſtvertrauen zurückgekehrt und mit ihm jene Eitelkeit, jener Eigendünkel, welcher ſeine ſchlimme Seite ausmachte.
Indeſſen verdiente der junge Lehrling immer nur vier Franken monatlich und das war ſehr wenig; aber ſein Herr zwang ihn, ſparſam zu ſein, indem er ihm keine Zerſtreuung, kein Vergnügen erlaubte.
Eines ſchönen Morgens tritt ein ſehr gut geklei⸗ deter Herr in den Laden des Trödlers, der damals gerade einen ſehr eleganten, ganz neuen Regenſchirm ausgeſtellt hatte; derſelbe unterſucht den Schirm und fragt nach dem Preis.
„Sechsunddreißig Franken,“ entgegnet Herr Fri⸗ pard,„und das iſt mein letztes Work. Dieſer Regen⸗ ſchirm iſt aus herrlichem Seidenſtoff gemacht, das Holz dabei iſt koſtbar und der kleine Knopf iſt mit Gold eingelegt. Für ſechsunddreißig Franken iſt er ſo viel wie hergeſchenkt.“
„Ich behalte ihn, laſſen Sie ihn mir nachtragen, ich gehe nach Hauſe.“
Da der Herr bereits ein Rohr hat, ſo ſndet man


