Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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„Mein Herr,“ ſagt Trick, als ſein Reiſegefährte ausgeſprochen hat,„ich ſehe es einem Diebe ſogleich im Geſicht an, ob er einer iſt oder nicht; ich werde ihm alſo an den Hals fahren und ihn verhaften. Ah, ich bin kein ſo Dummkopf!“

„Zum Teufel auch!“ entgegnet der Reiſende, den Jüngling mit ſeinen kleinen durchdringenden Augen ſcharf anſehend,„Sie glauben, einen Dieb ſogleich zu erkennen, wenn Sie ihm in's Geſicht ſehen?“

„Ja, mein Herr!“

„Peſt! was für ein Spaßvogel Sie ſind! Nun, es freut mich, daß ich weiß, daß Sie dieſes Talent ha⸗ ben. Aber ich habe Ihnen nun den Guten⸗Morgen⸗ Diebſtahl erklärt und will Sie nun mit dem Dieb⸗ ſtahl auf amerikaniſche Art bekannt machen, der eben⸗ falls in Paris ſehr im Schwung iſt, wo man ſich indeſſen wundert, daß ſich noch Jemand damit hinter's Licht führen läßt.“

„O, es lohnt ſich nicht der Mühe, mein Herr.“

„Sie kennen ihn alſo?“

„Nein, mein Herr.“

„Nun, ſo laſſen Sie ſich ihn ſagen.“

Der Dieb geht ruhig in Paris wie ein einfacher Faullenzer ſpazieren; er ſucht einen Menſchen, der einen Sack mit Geld trägt, und deßwegen ſtellt er ſich in der Nähe des Schatzes oder der Bank auf: in dieſen Vierteln ſind die Geldträger eben ſo häufig als die Omnibus. Der Dieb enideckt einen, redet ihn an, thut, als wäre er ein Frem⸗ der und ſuche Gold gegen Silber umzuwechſeln.