Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

80

Ein Gehülfe geht vorbei und thut, als wolle er dieſe Gelegenheit benützen, um ein gutes Geſchäft zu machen; ſeinerſeits will aber auch der Mann mit dem Geldſack nicht, daß ihm der Fremde und der Profit entgehe. Man geht alſo in eine Schenke. Der, welcher den Fremden ſpielt, wechſelt, während er in verſchiedenen Sprachen kauderwälſcht, ſein Gold gegen Silber um; der Gehülfe thut, als gehe er, um ebenfalls Thaler zu holen; er geht hinaus und kommt nicht wieder. Der Fremde behauptet, er habe ein Goldſtück von ihm mit und läuft ihm nach; von beiden Herren kommt keiner zurück. Der Mann mit dem Sack zahlt die Zeche und geht zu einem Wechsler, um ſein Gold wieder umwechſeln zu laſ⸗ ſen. Hier angekommen, merkt er, daß man ihm die guten Rollen umgetauſcht hat; in denen, welche er noch hat, iſt nichts als Blei oder Sousſtücke.“

„Mein Gott! mein Herr, aber dieſe Leute laſſen ſich alle ſo leicht betrügen; ſie haben, ſcheint es, nur mit Dummköpfen zu thun!“

„Wollen Sie, daß ich Ihnen noch andere Dieb⸗ ſtähle, wie ſie in Paris im Gebrauche ſind, er⸗ zähle?“

„Es iſt unnöthig, mein Herr,⸗ ich habe ſatt. Zu⸗ dem denke ich, daß die Diebe 39 in Ruhe laſſen werden.“*

„Wie Sie wollen, mein liebes Freundchen.“

Der ſo verbindliche Herr ſagt nichts mehr, legt ſich zurück und ſchläft oder ſtellt ſich wenigſtens wäh⸗ rend der ganzen übrigen Reiſe ſchlafend. Was Trick