Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Lächeln in ſeinem ſchmalen geſchloſſenen Munde bos⸗

haft und treulos. Glaubet mir und mißtraut einem ſchmalen Munde... aber habt kein großes Vertrauen auf die andern.

Trickchen erzählte ſeinem Gefährten auf der Im⸗ periale alle ſeine Angelegenheiten und dieſer erwie⸗ derte die Erzählung mit einer Warnung, die große Aufrichtigkeit zu verrathen ſchien.

„Junger Mann, Sie gehen nach Paris, nehmen Sie ſich in Acht: in den großen Städten gibt es immer viele Diebe, in Paris fehlt es nicht daran. In einer ungeheuren Stadt, wo viele Menſchen aufwachen, ohne zu wiſſen, wo ſie eſſen werden, da müſſen wohl, das begreifen Sie, viele Diebſtähle, Betrügereien und Schurkenſtreiche vorfallen. Die wegen ihrer Schönheiten, Annehmlichkeiten und Ver⸗ gnügungen berühmteſten Hauptſtädte haben das trau⸗ rige Privilegium, die gewandteſten Spitzbuben an⸗ zuziehen; überall, wo eine Menſchenmaſſe iſt, dürfen Sie überzeugt ſein, daß auch Diebe ſind; das iſt eine niederſchlagende Wahrheit, aber es iſt Wahrheit. Seien Sie alſo auf der Hut gegen alle Streiche, die man Ihnen ſpielen will. Ich rede hier nicht von Diebſtählen mittelſt bewaffneter Hand, mittelſt Ein⸗ bruchs oder Einſteigens, das gehört in die Reihe der gemeinen und in allen Ländern bekannten Verbre⸗ chen, ſondern von den in Paris gebräuchlichen Diebſtählen, gegen die man ſich durch Klugheit ſchützen muß."

Trickchen hörte ſeinem Reiſegefährten lächelnd zu